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Skippertricks

...clevere Kniffe erfahrener Yachtskipper

 

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Tornado 20.10.2010 bei Kap Knidos/TR GR von Kos aus gesehen

Ein Tornado über offenem Wasser zwischen Kos, Nisyros und Kap Knidos Ende Oktober - er war weit weg, aber die Spannung an Bord war groß

Der erfahrene Skipper besorgt sich also vor Törnantritt

Der meltemi über der Ägäis
  • die voraussichtliche Großwetterlage
  • Jahresklimakarten zu Luft- und Wassertemperatur
  • Karte der jahreszeitlich wechselnden Hauptwindrichtungen
  • die Links zu den wichtigen lokalen Wetter-Internetseiten
  • Telefonnummern der Marinaoffices im Umkreis von 50-100 sm
  • Informationen zu den je nach Wetterlage vorteilhaften Schutzhäfen und/oder windgeschützten Buchten nebst Infos über die Ankermöglichkeiten und Ankereinschränkungen (Fischfarmen belegen in letzter Zeit immer öfters gerade die sichersten Ecken in Buchten!)

 

Die Wetterverhältnisse spielten in der Seefahrt schon immer eine große, ja überlebensnotwendige Rolle. Wer das Wetter zuverlässig vorhersagen konnte, hatte nicht nur den Vorteil, dass er möglicherweise die besseren Winde erwischen und somit auf seiner - früher ja meist Transportreise - Strecke schneller vorankam, sondern mit dem richtige Wetterempfinden konnte ein erfahrener Kapitän auch Leib und Leben seiner Besatzung sowie des wertvollen Schiffes nebst der meist weit wertvolleren Ladung schütze und das Schiff sicher nach Hause bringen, wo ihm Wohlstand und Anerkennung sicher waren.

Die Wettervorhersage

Heute verfügen erfahrene wie Urlaubskipper über eine Vielzahl an Möglichkeiten, sich das lokale Wettergeschehen um 24 oder 48 Std im Vorhinein via Satellitenbild im Internet anzusehen, und dennoch schadet es nicht, wenn man sich die Zeit nimmt, um sich die grundlegenden Wetterphänomene des zu besegelnden Revieres anzusehen und seinen Törn auf dieser Grundlage in etwa dem vorherrschenden Wind entsprechend zu planen.

 

Der erfahrene Skipper hat immer die Wettervorhersage der kommenden Tage im Blick, die man in den Marina-Offices oder Hafenmeistereien ansehen und oft auch ausgedruckt mitnehmen kann.

 

Sehr hilfreich ist die Konsultation mehrerer (!!) lokaler Wettervorhersagedienste, da diese oft unterschiedliche Vorhersagen aus durchaus ähnlichen Wetterdaten generieren.

Hier hilft eben auch etwas eigenes Wissen um Wetterphänomene und -entwicklungswahrscheinlichkeiten anhand aktueller persönlicher Beobachtung am Standort.

 

Allerdings sollte man dabei den Informationsschwerpunkt auf Nautische Informationen legen - der allgemeine Urlaubs-Strandwetterbericht einer aus Deutschland bekannten Wetterwebsite ist da eher weniger reliabel!

 

Noch ein Tip zur Windrichtung:

bei einem HOCH streckt man den Daumen der linken Hand nach oben - die Figer krümmen sich in die Drehrichtung des Hochs, bei einemTIEF zeigt der Daumen nach unten - und die Wind- und Drehrichtung wird entsprechend visualisiert!